Am 29.4. hatte die Klasse 9b im Rahmen des Sozialkundeunterrichts die Möglichkeit einen Strafgerichtsprozess beim Amtsgericht in Landau zu beobachten. „Im Namen des Volkes…“ - gespannt und fast andächtig erhoben sich die Schülerinnen und Schüler zur Urteilsverkündung. Die Atmosphäre im Gericht machte Eindruck.
Nach ihren Beobachtungen gefragt nannten viele Jugendliche im Nachhinein den Ernst der Anklage, den respektvollen und höflichen Umgang, die Nervosität des Angeklagten und die überzeugenden sachlichen Begründungen der Plädoyers mit Bezug zum Betäubungsmittelgesetz und zum Strafgesetzbuch. Die komplizierte Fachsprache, die klare Benennung der Vergehen des Angeklagten und die Präsentation der Beweise in für alle sichtbaren Projektionen wurden hervorgehoben. Im Anschluss an die Urteilsverkündung gingen die Richterin, die beiden Schöffen und die Staatsanwältin noch sehr bereitwillig auf die vielfältigen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein. Das i-Tüpfelchen war zum Schluss die Besichtigung einer Arrestzelle im Keller des Amtsgerichts.
Abschließendes Statement einer Schülerin: „Es war sehr lehrreich. Wir Schüler wissen jetzt, dass Drogen nicht gut sind und uns wurde der Beruf des Juristen näher gebracht.“
M. Neumüller-Jacobs